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Montag, 28. September 2009

Konfuziussprüche

學而時習之,不亦悅乎?
xué ér shí xí zhī, bù yì yuè hū?
Lernen und es von Zeit zu Zeit wiederholen, ist das nicht auch eine Freude?

有朋自遠方來,不亦樂乎?
yǒu péng zì yuǎn fāng lái, bù yì lè hū?
Wenn ein Freund von weit her kommt, ist das nicht auch eine Freude?

人不知而不慍,不亦君子乎?
rén bù zhī ér bú yùn, bù yì jūnzǐ hū?
Von den Menschen verkannt zu werden, aber sich nicht zu grämen, ist das nicht die Haltung eines Edlen?

Geburtstag von Konfuzius

Heute ist der 2600te Geburtstag von Konfuzius(chin. 孔子, Kǒng Zǐ), wer die Chinesen am meisten beeinflussen hat.

Auch nach mehr als 2000 Jahren hat Konfuzius in Chinesen sehr große Bedeutung. „Harmonie und Mitte, Gleichmut und Gleichgewicht“, was Konfuzius als erstrebenswert galten, ist heute auch das Lebensphilosophie von Chinesen. Es ist vielleicht vielen Deutschen aufgefallen, dass die chinesischen Kollgen während Vorlesung bzw. Meeting selten eigene Meinungen äußern oder die Meingungen von anderen widersprechen, nur wenn sie gefragt werden, sprechen sie ihre Meinungen aus. Es ist in Deutschland nicht gut, aber in China ist das fast eine Tradition, dass man in einer Gruppe nicht auffallen sollte. Ansonst kriegt man nur nachteilige Folge, wie Neid, Hasse bei Gegenmeinung usw.

Man kann so sehen, dass Konfuzius die Chinesen viel anders gemacht hat.

Samstag, 8. November 2008

Yin und Yang


Yin und Yang ☯ (chin. 陰陽 / 阴阳, yīn yáng) sind zwei Begriffe aus der chinesischen Philosophie, die anwendbar sind auf alle Bereiche der Wissenschaft und auch der Kunst.

Im philosophischen Denken hat man die beiden Begriffe, von ihren Grundbedeutungen ausgehend, sinngemäß zur Bezeichnung weiterer Prinzipien und Sachverhalte herangezogen. Dabei wurde alles, die gesamte Erscheinungs- und Vorstellungswelt in diese Zweiteilung einbezogen. Entsprechend dem Aufblühen und der Belebung der Natur in der warmen Jahreszeit stand Yang auch für alles Aktive, Zeugende, Belebende, Schöpferische, sich Ausdehnende, Glänzende, Äußere, Yin entsprechend den winterlichen Qualitäten für alles Passive, Verborgene, sich Zusammenziehende, Matte, Innere. Den gedanklichen Hintergrund bildete stets der Kreislauf der Jahreszeiten und die ihn spiegelnde rhythmische Ordnung des Kalenders, insbesondere auch die vom Kalender festgelegten Riten und Feste. Sehr wesentlich war auch die Zuordnung von Yang zum Männlichen (und damit generell zum Harten), Yin zum Weiblichen (und damit generell zum Weichen), denn die altchinesische Gesellschaft war tief vom Geschlechtergegensatz geprägt; Männer und Frauen standen sich wie zwei konkurrierende, miteinander wetteifernde, aber auch zum Einvernehmen bereite Verbände gegenüber. Diesem Einvernehmen entsprach die Idee einer rituellen Hochzeit von Yin und Yang. In der kosmischen Ordnung fand diese Hochzeit zu jeder Tagundnachtgleiche statt.

Yin und Yang sind nach chinesischer Auffassung nicht antagonistisch, sondern komplementär. Ihr Gegensatz ist relativ, niemals absolut (etwa im Sinne westlicher Vorstellungen von Gut und Böse). So ist der Vater Yang, der Sohn seinem Vater gegenüber Yin, doch seinen eigenen Söhnen gegenüber Yang. Yin und Yang sind keine Substanzen, keine Gattungen oder Arten, auch keine Kräfte, sondern zwei Klassen von Eigenschaften, zwei Gruppen von Aspekten der Wirklichkeit, auf deren unterschiedlicher Kombination alle Erscheinungen beruhen.

Yin und Yang ergänzen und bedingen einander und lösen einander in rhythmischem Wechsel ab, wobei in allem der Himmel für die irdischen Verhältnisse Vorbild ist. Das eine kann nicht ohne das andere existieren. In ihrem Wechselspiel und Zusammenwirken zeigt sich die Weltordnung, zeitlich ebenso wie räumlich. So betrachtet erscheint keines der beiden als wichtiger oder als moralisch überlegen. Allerdings findet man in der daoistischen Philosophie eine deutliche Bevorzugung des Yin, das dadurch faktisch überlegen wirkt; dort wird immer wieder betont, dass das Weiche (Yin) das Harte (Yang) besiegt. Im Konfuzianismus hingegen ist faktisch ein klarer Vorrang des Yang gegeben, was sich in der patriarchalen Grundhaltung der Konfuzianer und ihrer Betonung des Vorrangs des Älteren gegenüber dem Jüngeren äußert.

Ein Beispiel aus dem Taiji:

Frage: Schau einen Stock an - sein eines Ende ist Yin, das andere Yang. Welches ist wichtiger?
Antwort: Der Stock selbst ist wichtig!

Sonntag, 28. September 2008

Konfuzius Spruch des Tages(4)

子曰: "巧言令色,鲜矣仁"

Konfuzius sprach: "Geschickte Reden und ein zurechtgemachtes Äußeres sind selten Zeichen von Mitmenschlichkeit".

Sonntag, 21. September 2008

Konfuzius Spruch des Tages(3)

子曰: 非其鬼而祭之,谄也。见义不为,无勇也。

Konfuzius sprach: Wer Geistern dient, die nicht seine eigenen sind, ist ein Schmeichler. Wer eine Gelegenheit zu rechtschaffenem Tun sieht, sie aber nicht ergreift, der ist ein Feigling.

Dienstag, 16. September 2008

Konfuziusspruch des Tages(2)

子曰:'温故而知新,可以为师矣'
Konfuzius sprach: Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu verstehen, der kann anderen ein Lehrer sein.

Samstag, 13. September 2008

konfuziusspruch des Tages(1)

子曰:'不在其位,不谋其政'

Konfuzius sprach: Um die Ausübung eines Amtes kümmere sich nur, wer kompetent dafür ist.